In den Dellen, Mendig / Eifel (01.06.2012)

In den Dellen, Mendig / Eifel (01.06.2012)

Exkursion In den Dellen, Mendig / Eifel

 

Am 01.06.2012 ging es mal wieder auf Exkursion. Ziel war der Steinbruch In den Dellen in Mendig bei Koblenz. Um 09:00 Uhr fuhr ich mit meinem Sammlerkollegen Christoph nach kurzem Frühstück los zu dem ca. 80 Kilometer von Köln entfernten Ziel.

Am Steinbruch angekommen entdeckten wir zunächst einige am Eingang abgelegte schöne Hämatite und Zeolithe. Aus dem Steinbruch selbst konnten diese nicht stammen. Zum einen gehören die genannten Mineralien nicht zur fündigen Paragenese, zum anderen bestand die Matrix z.B. aus Basalt, der Steinbruch In den Dellen ist jedoch eine Lavagrube. Das Rätsel sollte sich jedoch im Folgenden lüften.

Nachdem wir einige der schönen, durchaus marktgängigen "Fundstücke" eingepackt und ins Auto verfrachtet hatten, gingen wir in den Steinbruch. Zunächst fragten wir zwei der dort tätigen Arbeiter (die an diesem Samstag wohl nur ein Fahrzeug abstellten), ob wir in dem Bruch Mineralien sammeln dürften. Nach Auskunft eines Arbeiters dürften wir gerne bis zum Abend sammeln, wenn wir nur von der Wand fernblieben und dort nicht klopften.

Auf dem Weg zu den Lavahaufen begegneten wir einem anderen Sammler. Dieser gab uns Tipps, wo wir schöne Hauyne finden könnten und fragte uns, ob wir den Hämatit gesehen hätten, den er abgelegt habe. Offensichtlich hatte der fleissige Sammler einige aussortierte Exemplare für andere Sammler hinterlassen, wohl um Platz in seinem Keller zu schaffen. Das Rätsel war gelöst. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für das großzügige Geschenk.

Dann machten Christoph und ich uns an die Arbeit. Ein Lavahaufen mit kleineren Brocken wurde links liegen gelassen und einer mit handstückgroßen Steinen wurde in Angriff genommen. Bereits nach wenigen Minuten glänzte es blau. Die ersten kleineren Hauyne waren gefunden. Die klaren, blauen Kristalle sehen auf der grauen Matrix sehr hübsch und kontrastreich aus. Die ersten Kristalle waren jedoch nur wenige Millimeter groß, so dass wir rasch weitersuchten.

Plötzlich schreckte ich auf. Ich sah es, als ich gerade einige Steine mit der Hand durchpflügte, blau aufblitzen. Nach vorsichtigem Graben konnte ich dann einen Einzelkristall von fast 7 mm bergen. Ein sehr hübsches Teil. Auch unsere weitere Ausbeute wurde besser. Ansehnliche Kristalle von bis zu einem halben Zentimeter konnten geborgen werden. Hübsche Minihauyne.

Auch konnten einige Handstücke erbeutet werden, die von vielen kleinen Kristallen quasi gesprenkelt waren.

Hier einige Fotos der Ausbeute:

Hauyn1.JPG

 

 

 

   Hauyn - Einzelkristall

 

 

 

 

 

Hauyn4.JPG

 

 

 

 

 

 

 Handstück übersäht mit kleinen Kristallen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hauyn61.JPG

 

 

 

 

 

  schöner Kristall in Matrix

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem der Rücksack mittlerweile prall gefüllt war, gings zunächst nach Mendig rein, um bei dem dortigen Asiaten etwas zu essen. Obschon von außen ein wenig ranzig aussehend, schmeckte das Essen ganz gut. Vielleicht waren wir durch die ganze Sammelaktion bei schönem Wetter auch einfach nur sehr hungrig. Dann ging es zurück nach Köln, wo die Fundstücke dann mit ein wenig Wasser und einer weichen Zahnbürste zunächst vorsichtig vom gröbsten Schmutz befreit wurden. All zu viel Reinigung war jedoch nicht nötig. Auf der Halde waren zumeist eh nur Hauyn sichtbar, die auf vom Regenwasser gewaschenen Stücken saßen.

Dann wurden die Stücke vorsichtig zu kleinen Stüfchen formatiert. Hier geschah es leider, dass der ein oder andere schöne Hauyn trotz vorsichtigem Klopfen aus der Matrix "heraussprang". Die Halbedelsteine sitzen oft nur lose in der porösen Matrix. Trotz alledem blieb eine ansehnliche Anzahl vorzeigbarer Stüfchen und Stufen übrig.

Eine Fahrt, die sich definitv gelohnt hat.