Eifel - Mineralien 16.07.2011

Eifel - Mineralien 16.07.2011

Eifel - Mineralien 16.07.2011

Eifel - Exkursion Mineralien 16.07.2011

 

Heute, am 16.07.2011, unternahm ich alleine (keiner war aufzutreiben) eine Exkursion in die Eifel, diesmal um Mineralien zu finden.

 

Nachdem ich bis 09.00 Uhr ausgeschlafen hatte, gings dann so gegen10.00 Uhr von Köln aus los. Die Fahrt ging über die A1 bis zum Ende der Autobahn und von dort, nach leichten Orientierungsschwierigkeiten, Richtung Ahrhütte und weiter nach Hillesheim, dem ersten Ziel. Südlich von Hillesheim befindet sich neben dem großen, bekannten Steinbruch Graulai noch ein kleinerer, der mein Ziel war.

 

Es wurde im Vorfeld versucht, eine Sammelgenehmigung zu erlangen. Ein Telefonat führte jedoch nicht zum erwünschten Erfolg, da mein Ansprechpartner nichts über Mineraliensammeln wusste und ob Genehmigungen erteilt werden. So fuhr ich aufs Gratewohl dorthin. An dem Steinbruch angekommen, sah ich, dass dort mit schwerem Gerät gearbeitet wurde. Ich sammelte daraufhin einige der dort überall zu findenen Biotitplättchen auf und verließ die Fundstelle, da mir der Aufenthalt zu heikel erschien.

 

Der Biotitglimmer, der gefunden wurde, besteht aus Plättchen, die sehr leicht zerbröseln und daher vorsichtig behandelt werden müssen. Außer diesem "Narrengold" konnte in der Kürze des Aufenthalt nichts gefunden werden.

 

Das nächste Ziel was das ca. 8 Kilometer entfernte Dreis. Dort befindet sich ein Trockenmaar, der Dreiser Weiher, an dem Olivinauswürflinge, die bekannten "Dreiser Bomben" gefunden werden können.

 

Das Areal ist mittlerweile vollständig bewachsen. Bei meinem Rundgang um das Maar untersuchte ich jedoch Wegesrand und den Rand eines Ackers. So konnten einige der Olivinsteine gefunden werden. Jetzt im Sommer, ist diese Gegend auch landschaftlich und für Naturliebhaber interessant. Bei meinem Spaziergang habe ich eine Menge Vögel aufgeschreckt und die Wiesen standen in voller Blüte. Das wichtigste war jedoch, dass ich tatsächlich einige "Bomben" fand.

 

Die letzte Station am heutigen Tag war der Steinbruch "In den Dellen" in Mendig, gute 25 Kilometer östlich von Dreis, nahe Mayen. Für diesen Steinbruch bekommt man aus versicherungstechnischen Gründen keine Sammelgenehmigung, das habe ich im Vorfeld erfahren. Von einem früheren Besuch her wusste ich aber, dass die Steinbruchmitarbeiter interessantes Material aus dem Steinbruch an einem Eingang ganz im Osten des Bruchs ablagern, um Sammlern "etwas zu bieten".

 

Einmal in der Eifel, wollte ich mir dieses Gratisangebot auch heute ansehen.

 

Am Steinbruch angekommen, fand ich eine faustdicke Überraschung vor. Jede Menge Autos parkten dort und überall im Steinbruch waren Leute zu sehen, die offensichtlich auf der Suche nach Mineralien waren. Es handelte sich bestimmt um 10 Personen und nur eine trug einen Helm...

 

An der "Gratisstelle" angekommen, fand sich gar eine holländische Familie, die dort den Grill angeworfen hatte. Soviel zu Sammelgenehmigung und Geheimtip...

 

Es bleibt nur zu hoffen, dass durch derartiges Verhalten nicht die offensichtliche Duldung der Steinbruchbesitzer auf die Probe gestellt wird.

 

In dem am Eingang abgelegen Material fand ich einige schöne Nephelinstücke mit Augit und Sanidin, sowie millimetergroße Hauynkristalle in leuchtendem Blau. Dann wagte ich mich auch kurz in den Steinbruch vor (Herdentier halt und offensichtliche Duldung ;) ) und konnte dort noch einige Hauyn, der größte ca. 6 mm groß bergen.

 

Auch wenn einige jetzt sagen werden, die größte Gefahr für die Duldung der Sammeltätigkeit sei ein Internetbericht wie dieser, kann ich nur sagen, dass das Verhalten einiger "Sammler" in dem Steinbruch die Duldung weitaus mehr gefährdet. Wenn etwas passiert und Menschen verletzt werden, ist es ganz sicher aus mit der Duldung der Steinbruchbesitzer. Ich kann hier nur an Vernunft appelieren.

 

Fazit: Große, spektakuläre Funde sind in der Eifel unter normalen Umständen nicht mehr zu erwarten. Man muss sich mit kleinen Funden begnügen. Solche sind jedoch immer noch möglich.

 

Eigenfunde vom heutigen Tag, die zum Verkauf stehen, können unter diesem Link erworben werden.