Eifel - Fossilien der Prümer Mulde

Eifel - Fossilien der Prümer Mulde

Eifel - Fossilien der Prümer Mulde

Eifel Teil 1 - Fossilien

 

Das Mittelgebirge der Eifel, zwischen Aachen, Köln, Koblenz und Trier gelegen, ist reich sowohl an Fossilien als auch an Mineralien. Fossilien finden sich in den devonischen Gesteinsschichten der Prümer Mulde, in der vor ca. 400 Millionen Jahre ein tropisches, flaches Korallenmeer mit vielen Lagunen und Inselchen bestand. Die Prümer Mulde befindet sich in der Westeifel, nahe der belgisch/luxemburgischen Grenze. Die Mineralien, die zum größten Teil ihren Ursprung dem Vulkanismus verdanken, sind dagegen in der Vulkaneifel zu finden, die sich östlich der Prümer Mulde bis fast nach Koblenz zieht. Die letzten Vulkane in der Eifel brachen vor ca. 30.000,-- Jahre aus, also noch in der Steinzeit, während die Fossilien viel älter sind, aus einer Zeit, als es nicht noch einmal Dinosaurier gab, sondern das Leben erst das Land entdeckte.

 

Die erste Exkursion, die ich zur Suche nach Fossilien unternahm, führte mich zuerst zum geologischen Lehrpfad in Prüm. Zu finden ist dieser Pfad nördlich von Prüm in Richtung der Bundesstraße. Dieser war lehrreich, Fossilien konnten jedoch keine geborgen werden, obschon das Sammeln ausdrücklich erlaubt ist.

 

Ca. 6 Kilometer südlich von Prüm ist das Dorf Schönecken zu finden, mein nächstes Ziel. Als Kind war ich hier in einem Jugendlager, so wusste ich, dass hier Fossilien zu finden waren. Ich parkte dann mein Auto an der (ziemlich heruntergekommenen) Lagerstätte und ging zum nahegelegenen Wald und begann die Steine umzudrehen. Zu finden sind hier meist Negativabdrücke von Muscheln, Brachiopoden und Seelilienstielgliedern der Art Rhipidocrinities crenatus. Ab und zu finden sich im Gestein auch Tentakuliten- und Trilobitenabrücke.

 

Öfters sind ganze Gesteinsplatten quasi übersäht mit Negativabrücken. Ab und an ist auch ein Steinkern eines Brachiopoden dabei. Es konnte auch ein Fossil eines (leider nicht ganz erhaltenen) Trilobiten geborgen werden.

 

Bei einem Besuch der Burgruine in Schönecken wurde dann gar ein schönes Belegstück auf der Burg selbst gefunden (von meiner Mutter, die sich anstecken ließ und einen Sonntagnachmittag dazu nutzte, die Eifel zu besuchen).

 

Schönecken habe ich in den letzten zwei Jahren öfters, auch mit meinem Bruder Mario und meinem Kumpel Christoph, besucht und es konnten jedesmal Fossilien gefunden werden.

 

Die nächste Fundstelle sind die Äcker um Gondelsheim und Weinsheim. Leider habe ich die Stelle im Sommer angefahren, also zu einer Zeit, als die Äcker bepflanzt waren. So konnte ich nur den Rand der Äcker auf Fossilien unteruchen. Auf den Äckern, die sich zwischen Gondels- und Weinsheim befinden, konnte ich dennoch schöne Brachiopoden bergen. Empfehlenswert scheint dennoch ein Besuch im Herbst oder beginnendem Frühjahr zu sein, wenn die Äcker begehbar sind. Südöstlich von Gondelsheim fand ich auch einige Brachiopoden, die jedoch nicht so detailreich waren wie bei der anderen Fundstelle.

 

Auf einem Acker südlich von Weinsheim, am Gewerbegebiet, habe ich schöne Korallen der Art Mesophyllum maximum gefunden. Auch hier konnte nur der erste Meter des Ackers am Rain entlang untersucht werden. Im Herbst werde ich hier eine größere Ausbeute machen.

 

FAZIT: Fossilien sind in der Eifel in Hülle und Fülle zu finden, so fern man erst die richtigen Stellen gefunden hat. Eigenfunde, die zum Verkauf stehen, können unter diesem Link erworben werden.