Eifel- Pyrit in Simmerath-Lammersdorf

Eifel- Pyrit in Simmerath-Lammersdorf


Eifel - Pyrit in Simmerath-Lammersdorf

Eifel - Pyrit in Simmerath-Lammersdorf

Exkursionsbericht Lönsfelsen, Simmerath – Lammersdorf

Beim Surfen im Internet stieß ich auf einen interessanten Aufsatz, der den geologischen Aufbau der Nordeifel betraf. Da ich gebürtig aus dieser Gegend stamme, verschlang ich den Aufsatz und recherchierte einzelne Aspekte nach. Dabei stieß ich auf ein Pyritvorkommen in Simmerath-Lammersdorf am Lönsfelsen. Weitere Recherche bei mindat.org und bei diversen Händlern ergaben, dass jedenfalls in den 80’er Jahren Pyritwürfel am Lönsfelsen gefunden wurden.

Da der Aufschluss nur ca. 15 Kilometer von meinem Elternhaus entfernt zu finden ist, beschloss ich einen Besuch bei der Familie – und natürlich am Aufschluss. Mein Bruder und mein Neffe wollten mich begleiten.

Am 26.10.2013 fuhr ich dann zunächst zum Frühstücken zur Familie. Danach fuhren wir jedoch zum Aufschluss. Der Lönsfelsen ist an der Landstraße von Lammersdorf nach Simmerath zu finden und von der Straße aus ausgeschildert. Auf dem Weg von der Straße zum Felsen fiel uns schon auf, dass in dem angrenzten Wäldchen viele Mulden zu finden waren. Es stellte sich die Frage, ob diese von Grabungen stammten oder Bombenkrater aus dem zweiten Weltkrieg darstellten.

Am Felsen angekommen, wurde dieser unverzüglich durch mich in Augenschein genommen. Nach kurzer Suche fand ich tatsächlich einen kleinen Pyritwürfel,  der jedoch beim Versuch des Bergens verloren ging. Mein Bruder war mit meinem Neffen im angrenzenden Wäldchen unterwegs. Als ich ihm von meinem Mißgeschick erzählen wollte, präsentierte er mir einige kleine Pyritwürfel, die er im losen Gestein einer Mulde gefunden hatte.

Ich war natürlich sofort infiziert und gemeinsam machten wir uns daran, weitere Steine aus dem Waldboden zu bergen. Nicht lange und wir fanden die ersten zentimetergroßen Pyritwürfel. Diese sind leider schwarz angelaufen, so dass die typische Goldfarbe des Pyrits kaum erkennbar ist. Der Pyrit sitzt am Lönsfelsen im devonischen Schiefer.

 Zweimal fand ich im Folgenden nach dem Ausspruch „lange nichts gefunden“ besonders schöne Würfelchen.  Die meisten sind im Millimeterbereich anzusiedeln und werden nach Formatierung schöne Micromounts abgeben. Es wurden jedoch auch zwei oder drei schöne Platten mit mehreren größeren Pyritkristallen gefunden. Der Schiefer ließ sich meist gut spalten. Mit einem normalen Hammer und einem Meißel kann man an dieser Fundstelle gut arbeiten.

Fazit des schönen Herbsttags:

Oftmals glauben mir Kunden nicht, dass der Pyrit tatsächlich in derart perfekten Würfeln kristallisiert. Viele halten die Würfel als gefräst und die Stufen als montiert. Nunmehr habe ich als Eigenfund den Beweis in den Händen, dass die Würfel tatsächlich natürlich auskristallisieren. Allein daher hat sich der Tag gelohnt. Der Lönsfelsen ist auf jeden Fall eine noch immer ergiebige Fundstelle.

hier ein paar Fotos:

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