Algarve

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Am ersten Exkursiontag fuhr ich von meinem Hotel (außerhalb in Silves gelegen) nach Albufeira, eine Stadt die sich als Touristenhochburg mit Souvenirläden, Animation und allem drum und dran herausstellte. Nichts wie raus hier, dachte ich und wollte zunächst per Pedes die westlich gelegenen Strände erkunden. Der Weg direkt an der Küste stellte sich jedoch als unpassierbar heraus, der Weg im Hinterland entpuppte sich dann am Jachthafen auch als Sackgasse.

 

Daher entschloss ich mich ein Taxi zu nehmen, welches mich dann zum Praja Coelho brachte. Dort angekommen, fand ich am Weg zur Strandbar auch direkt einige kleine Korallenkolonien und Pecten. In den Klippen östlich vom Strand waren dann auch einige prauchbare Pecten und Claimys zu finden, westlich war der Weg abgerutscht und mir persönlich zu gefährlich. Auf die Frage, ob Fossiliensammeln hier erlaubt sei, meinte der Strandbarbesitzer nur, ich solle in den Klippen aufpassen.

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Am zweiten Tag stand der Praja de Gale auf dem Programm. Ebenfalls wieder mit Taxi gings von Armacao de Pere (einer noch hässlicheren Touristenhochburg) zur Fundstelle. Von der atemberaubenden Schönheit des Praja de Coelho tags vorher war hier nichts zu spüren. Es gab nur einige Felsen, die aus dem Meer ragten. Diese waren jedoch gespickt mit leider von Touristen abgeschlagenen Pekten und vielen Seeigeln. Einige schöne Funde konnten hier jedoch aufgrund von Hammer und Meißel gemacht werden.

 

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Den entscheidenden Tip gab mir jedenfalls ein Cafebesitzer in Armacao de Pere, der in seiner Kindheit selbst Fossilien sammelte. Dieser meinte, im Hinterland seien viel bessere Funde zu machen als an der Küste selbst, die von Touristen völlig "zerschlagen" sei.

 

Daher entschloss ich mich, am dritten Tag, eine Wanderung von Lagoa nach Carvoeiro zu unternehmen. Die ersten Kilometer, landschaftlich reizoll, aber fossilleer hinter mir, fand ich dann in dem Ort selbst an Straßenböschungen große Austernbänke, doppelklappige Pectren in erstklassiger Ausführung und gut erhaltene Seeigel. Leider konnte ich nur einige kleinere Stücke bergen, da ich eben zu Fuß unterwegs war und nicht so viel schleppen konnte. An der Küste angekommen, war diese selbst atemberaubend. Ein toller Urlaub.

 

Fazit: Im Hinterland dürften noch viele interessante Funde auf interessierte Sammler warten. An der Küste selbst ist die Fundsituation eher mau.

Eigenfunde, die zum Verkauf stehen, können unter diesem Link erworben werden.